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Zwischenbericht von den Triathleten des MTV Förste (von Jörg Lindert) 

11.07.2017

Triathlon im Mai in Hameln:

Zum Saisonauftakt starteten Kathrin und Jörg Lindert traditionell beim ersten Triathlon des Jahres in Niedersachsen. In Hameln mussten Mitte Mai 500 Meter geschwommen, 20 Kilometer mit dem Rad absolviert und 5 Kilometer gelaufen werden. Für Kathrin und Jörg lief es recht gut. Kathrin startete wie üblich nach dem Schwimmen die Aufholjagd im Damenfeld. Sie konnte sich im Feld noch etwas nach vorn arbeiten und erreichte nach 1:21:51 Stunden das Ziel im Weserberglandstadion auf Gesamtrang 65 und Platz 15 in der Altersklasse W45. Jörg konnte sich von Beginn an der Spitze seiner Startgruppe bewegen. Ein solider Auftakt im Wasser, 30 Minuten für das Radfahren und knapp 20 Minuten für den Lauf reichten für Platz 34 unter 240 Startern. Die Zeit von 1:04:30 Stunden brachte zusätzlich Platz 2 in der Altersklasse M40. Nach dem Zieleinlauf gab es trotzdem Grund zum Ärgern, denn der Sieger der Altersklasse war nur 1 Sekunde schneller. Da der Gegner aber in einer anderen Startgruppe ins Rennen gegangen war, fehlte beim Zielspurt leider der Blickkontakt, der zu einer Sprintentscheidung mit dem vielleicht für Jörg besseren Ende geführt hätte.

 

Europameisterschaft im Triathlon über die Mitteldistanz im dänischen Herning

Mitte Juni stand für Kathrin und Jörg der erste Saisonhöhepumkt auf dem Programm. Nachdem sich die beiden Anfang des Jahres über die erneute Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft der Altersklassen freuen konnten, gingen die beiden Osteroder für den MTV zusammen mit knapp 50 weiteren deutschen Athleten an den Start der Europameisterschaft im Triathlon über die Mitteldistanz. Im dänischen Herning galt es 1,9 Kilometer zu schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad zurückzulegen und einen Halbmarathon zu laufen.

Nach einem erfrischenden Auftakt im nur 16 °C warmen Fuglsangsee wartete auf die insgesamt fast 2400 Starter eine anspruchsvolle Radstrecke. Nicht nur der für Dänemark typische, starke Wind sondern auch eine sehr wellige, mit 600 Höhenmetern gespickte Runde durch Mitteljütland bildete eine echte Herausforderung. Zum Abschluss mussten 4 Laufrunden im Zentrum der dänischen Metropole gelaufen werden. Als Besonderheit hatten die Organisatoren des Wettkampfs in die Streckenführung den Lauf durch die Bibliothek von Herning eingebaut.

Kathrin hatte in ihrer schwächsten Disziplin mit Orientierungsproblemen zu kämpfen und musste mit einer Schwimmzeit von 50 Minuten einigen Rückstand auf die Konkurrenz in Kauf nehmen. Auf dem Rad schaffte sie es, mit 3:12 Stunden den Anschluss an das Feld wieder herzustellen. Leider kostete das viel Kraft, was beim Laufen dazu führte, dass sie nicht wie gewohnt weitere Plätze gut machen konnte. Nach insgesamt 6:11 Stunden erreichte Kathrin Lindert auf Rang 30 in der Altersklasse W45 die Ziellinie.

Jörg stieg nach knapp über 30 Minuten unter den besten 15 seiner Altersklasse aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte er diese Position annähernd halten. Nach 2:30 Stunden waren die 90 Kilometer mit einem Stundenmittel von 36 Kilometern absolviert. Nachdem bereits die beiden ersten Laufrunden nicht wie geplant verliefen, hatte Jörg auf der zweiten Hälfte der fast komplett in der Sonne liegenden Laufstrecke mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Leider war dadurch eine Wiederholung des Top 20-Resultats aus dem Jahr 2016 nicht möglich. Mit der Laufzeit von 1:41 Stunden und einer Rennzeit von 4:49 Stunden musste sich Jörg als immerhin noch viertbester deutscher Athlet mit Rang 32 in der M40 zufrieden geben.

 

Wasserstadt-Limmer-Triathlon in Hannover

Zeitgleich startete Marco Hunger für den MTV beim Wasserstadt-Limmer-Triathlon in Hannover. Den Wettkampf kann Marco im Rückblick nur als wertvolle Erfahrung verbuchen, denn das Ergebnis entspricht nicht seinen Erwartungen. Aufgrund der hohen Temperaturen und seiner geringen Erfahrung auf der Mitteldistanz aber sicher eine gute Härteprüfung für den Rest der Saison. Das Schwimmen über 1,9 Kilometer im Leine-Seitenkanal brachte Marco in soliden 47 Minuten hinter sich. Beim Rad konnte er seine Erwartungen bereits nicht ganz erfüllen, denn er blieb knapp über 3 Stunden. Beim Halbmarathon musste er dann echtes Lehrgeld bezahlen. Mit der Laufzeit von deutlich mehr als 2 Stunden, die absolut nicht seinem normalen Leistungsvermögen entspricht, landete Marco mit der Zeit von 6:04 Stunden am Ende nur auf Rang 55 der Altersklasse M40. Im ersten Moment aufgrund der mehr als 30 Minuten längeren Laufzeit als geplant sicher eine Enttäuschung, aber sicher auch Ansporn in der zweiten Saisonhälfte richtig durchzustarten.

 

Chiemsee-Triathlon

Ende Juni gingen Kathrin und Jörg beim Chiemsee-Triathlon an den Start. Nachdem am Tag vor dem Wettkampf mit deutlich über 25 °C bei nur sehr wenig Wind nahezu bestes Bade- und Wettkampfwetter die Athleten aus ganz Deutschland empfing, folgte am Wettkampftag die Überraschung: Böiger Wind und Regen zum Start. Zunächst ging Jörg mit 350 anderen Sportlern an den Start der Mitteldistanz über 2 Kilometer Schwimmen, 82 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer laufen. Die größte Herausforderung des Tages galt es, gleich zu Beginn zu bewältigen, denn im Wasser hatten alle Athleten mit den bis zu einem halben Meter hohen Wellen zu kämpfen. Dies führte sogar bei den zahlreichen Profis zu Schwimmzeiten, die 5 Minuten langsamer waren als üblich. Jörg kam einigermaßen gut zurecht und wechselte nach 38 Minuten auf das Rad. Im Dauerregen ließ er es auf der mit 1000 Höhenmetern und zahlreichen winkligen Ortsdurchfahrten anspruchsvollen Radrunde "krachen". Belohnung war ein 36'er-Schnitt. Auf der 4 Mal zu durchlaufenden Laufrunde ging Jörg anschließend volles Risiko und lief mit 4:15 Minuten pro Kilometer auf zahlreiche Konkurrenten auf. Da Jörg das Lauftempo halten konnte, spülte ihn die Laufleistung im Feld weiter nach vorn. Im Ziel erreichte er mit der Zeit von 4:30 Stunden eine Platzierung unter den Top 50 des Gesamtfeldes und belegte den 6. Platz in der Altersklasse M40. Kathrin nahm die olympische Distanz in Angriff. Auf der kurzen Strecke hatten die schwachen Schwimmer zusätzlich das Problem, aufgrund der hohen Wassertemperatur ohne Neoprenanzug starten zu müssen. Auch Kathrin hatte sehr große Probleme mit den Verhältnissen im Chiemsee, gab das Rennen aber nicht wie viele andere auf, sondern kämpfte sich durch. Auf der 40 Kilometer langen Radrunde fuhr sie einen guten 30'er-Schnitt. Beim abschließenden Lauf über 10 Kilometer konnte sie noch einige Konkurrentinnen überholen und sich nach 3:09 Stunden den 10.Platz in der Altersklasse W45, gleichbedeutend mit Rang 66 unter etwas mehr als 100 Damen, sichern.

 

Fotoserien zu der Meldung


Triathlon-Lindert-2017-I (11.07.2017)

Alle Fotos: Familie Lindert