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Jörg Lindert gewinnt die Triathlon-Challenge Walchsee in Tirol.

03.09.2017

Kälte, Regen und Sieg in der M40

 

(J. Lindert) Mehr als 800 Einzelstarter sowie knapp 200 Staffeln auf einer Strecke von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen. Das sind die Eckdaten der Challenge Walchsee in Tirol. Dazu normalerweise bestes Triathlonwetter und eine traumhafte Kulisse vor den Bergen der Tourismusregion Kaiserwinkl in der Nähe von Kufstein. Nicht so bei der achten Austragung 2017. Strömender Dauerregen und eine Lufttemperatur von 8 Grad machten den Wettkampf zu einem ganz besonderen Rennen für die immerhin noch knapp über 600 verbliebenen Einzelkämpfer und 100 restlichen Staffeln, die sich von diesen Witterungsbedingungen nicht abschrecken ließen. Aufgrund der tiefen Temperaturen wurde die Schwimmstrecke, um Unterkühlungen zu vermeiden, um 400 Meter verkürzt. Die Radstrecke wurde auf 70 Kilometer reduziert, damit eine serpentinenreiche und bei Nässe extrem gefährliche Abfahrt nicht gefahren werden musste. Trotz dieser Verkürzungen gaben im Rennverlauf noch mehr 100 Starter vor dem Erreichen der Ziellinie das Rennen auf.

Nicht so die Triathleten Kathrin und Jörg Lindert sowie Marco Hunger vom MTV Förste.

„Knapp 30 Jahre im Triathlonsport, aber Helfer am Straßenrand mit Skihandschuhen und, wenn die Wolken die Berge kurz freigaben, der Blick auf mit Neuschnee überzogene Hänge – ein völlig neues Erlebnis!“, so Jörg Lindert beim kurzen Gespräch mit dem Moderator des Zieleinlaufs.

Ob es auch am „Harzer Wetter“ oder nur an der guten Form lag, die sich mit den Rängen 2 und 3 in der Altersklasse M40 bei den Wettkämpfen in Nordhausen und Göttingen bereits angedeutet hatte, lässt sich nicht klären. Auf jeden Fall feierte Jörg Lindert seinen größten Erfolg bei einem internationalen Wettkampf. Nach 4:05 Stunden blieb die Uhr stehen. Das reichte für den Sieg in der Altersklasse M40. Gleichzeitig konnte Jörg Lindert sich damit für die Meisterschaft der Challenge-Rennserie 2018 qualifizieren, an der die besten Sportler der weltweit 38 Rennen dieser Serie teilnehmen dürfen.

Kathrin Lindert hatte auf dem Rad aufgrund sehr kalter Hände Probleme mit dem Bremsen und fuhr auf dem auch technisch anspruchsvollen Kurs sehr defensiv. Dies erwies sich beim Halbmarathon aber nicht unbedingt als Nachteil, denn beim Laufen konnte sie durch die gesparten Kräfte noch zulegen und einige Konkurrentinnen überholen. Am Ende landete Kathrin Lindert nach 5:27 Stunden auf Rang 8 in der W45.

Marco Hunger hatte bereits vor seinem erst vierten Start über die Mitteldistanz aufgrund des Streckenprofils sehr viel Respekt vor dem Wettkampf in Österreich. Außerdem war es für ihn der erste Start in einem Starterfeld dieser Größenordnung, noch dazu im Ausland. Entsprechend nervös ging er an den Start. Während des Rennens konnte Marco Hunger aber schließlich durchaus überzeugen. Die 800 Höhenmeter der Radstrecke kosteten jedoch einige Körner, die auf der letzten der vier Laufrunden um den Walchsee fehlten, um das geplante Lauftempo bis ins Ziel durchzuhalten. Mit der respektablen Zeit von 5:09 Stunden errecihte Marco Hunger die Ziellinie auf Rang 44 in der M40.

 

Fotoserien zu der Meldung


Triathlon-Walchensee/Tirol (03.09.2017)

(Bilder: Familie Lindert)