Podestplätze in Oberösterreich erkämpft
Nach der Teilnahme an Wettkämpfen in Wolfenbüttel, Hameln und auf dem Museumsgelände „Ferropolis“ nördlich vom Leipzig bildete das Triathlon-Wochenende im oberösterreichischen Obertrum für die Triathletinnen und Triathleten des MTV Förste in diesem Jahr den Saisonhöhepunkt.
Die Starts bei einer der größten Veranstaltungen mit 2500 Sportlerinnen und Sportlern in Österreich wurden mit viel Spannung erwartet, denn Sabine Beckert, Kathrin, Franziska und Jörg Lindert sowie Marco Hunger stellten sich dort einer besonderen Herausforderung.
Die drei Damen nahmen das „Trumer Triple light“ in Angriff.
Dazu musste zunächst am Freitag am kurzen Seecrossing – 1,4 Kilometer Schwimmen – teilgenommen werden, am Samstag der Fun-Triathlon über 250 Meter Schwimmen, 12,5 Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen sowie am Sonntag ein Triathlon über die olympische Distanz – 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen – absolviert werden.
Beim ersten Wettkampf spielte Franziska Lindert ihre Schwimmstärke in die Karten. Nach etwas weniger als 27 Minuten sicherte sie sich in der Tageswertung Rang 3 in der Altersklasse WU23. In der Wertung „Triple light, Elite – alle Teilnehmerinnen jünger als 40“ lag sie damit auf dem 6. Platz. Sabine Beckert erreichte nach weniger als 37 Minuten das Ufer des Obertrumer Sees. Kathrin Lindert folgte nach etwas mehr als 40 Minuten. Beide zeigten sich, als eher schwache Schwimmerinnen, mit dem Auftakt sehr zufrieden.
Beim ersten Triathlon am Samstag zeigten sich Franziska und Kathrin Lindert gut erholt. Kathrin Lindert holte nach dem Schwimmen auf, so dass beide auf einem Großteil der Laufstrecke gemeinsam unterwegs waren und zusammen über die Ziellinie laufen konnten. Etwas überraschend sicherte sich Franziska Lindert mit der Leistung ein weiteres Mal einen Platz auf dem Siegerpodest. Platz 2 in der WU23 und weiterhin Rang 6 in der Wertung „Triple“. Kathrin Lindert erreichte mit der Zeit von etwas weniger als 59 Minuten Platz 6 in der W50-59. Auch Sabine Beckert präsentierte sich in guter Form. Die 200 Höhenmeter auf der kurzen Radstrecke boten nach dem Schwimmen die Chance, Boden gut zu machen. Sabine Beckert verbesserte sich nach dem Wechsel auf das Rad um einige Positionen und lief nach 1:08 Stunden auf Platz 11 der gleichen Altersklasse über die Ziellinie.
Beim Fun-Triathlon ging zusätzlich Ann-Christin Lindert an den Start. Wie die drei anderen Starterinnen aus dem Harz fuhr sie auf der anspruchsvollen Radstrecke aufgrund einer winkligen Ortsdurchfahrt und einer steilen, kurvigen Abfahrt im Vergleich zu vielen anderen, ohne zu viel Risiko einzugehen. Der ein oder andere Sturz war die Bestätigung für diese Entscheidung. Auf der welligen Laufstrecke machten sich abschließend leider fehlende Trainingskilometer bemerkbar. Trotzdem reichte die Leistung nach 1:17 Stunden für den 4. Platz bei den Juniorinnen.
Am Sonntag konnte Sabine Beckert aufgrund gesundheitlicher Probleme leider nicht mehr an den Start gehen. Die beiden anderen Damen starteten über die olympische Distanz. Nach dem Auftakt im Wasser stellte die erneut technisch anspruchsvolle Radstrecke mit mehr als 500 Höhenmetern alle Aktiven vor eine Herausforderung. Die härteste Aufgabe des Tages war aber aufgrund des hochsommerlichen Wetters und nur wenigen schattigen Abschnitten die Laufstrecke in Obertrum. Franziska Lindert hatte auf der anschließenden Laufstrecke aufgrund der Belastung der Vortage zu kämpfen und konnte sich nach 3:33 Stunden auf Platz 10 in der WU23 nicht ganz so weit vorn platzieren wie zuvor. In der Wertung „Triple, Elite“ blieb sie auf Rang 9 aber noch unter den Top 10. Kathrin Lindert folgte nach 3:36 Stunden auf Platz 13 in der W50-59 und platzierte sich nach den drei Starts auf Platz 15 im Klassement „Triple, Masters“.
Die beiden Herren stellten sich dem „Trumer Triple“.
Das bedeute, Freitag zunächst beim Seecrossing 3 Kilometer Schwimmen, am Samstag den Sprint-Triathlon über 750 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen absolvieren und Sonntag den längsten Wettkampf der Veranstaltungsreihe, einen Mitteldistanz-Triathlon über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen, zu beenden.
Jörg Lindert startete gut in das Wochenende und stieg nach etwas mehr als 51 Minuten aus dem Wasser. Das bedeutet in der Wertung „Triple, Masters – alle Teilnehmer älter als 40“ Rang 4. Marco Hunger absolvierte zum ersten Mal eine Schwimmstrecke mit mehr als 2 Kilometern Länge und war am Ende des ersten Tages froh, die Herausforderung gemeistert zu haben. Die Zeit von 1:13 Stunden spielte nur eine untergeordnete Rolle.
Beim Sprint am Samstag agierte Jörg Lindert mit nur wenig Rücksicht auf den langen Wettkampf am Sonntag. Nach eher schwachem Start im Wasser zahlte sich das Attackieren an den Anstiegen auf dem Rad und das gute Lauftempo aus. Nach 1:32 Stunden sprang Platz 3 in der M50-59 heraus und der Platz in der Gesamtwertung „Triple“ konnte gehalten werden. Marco Hunger zeigte ebenfalls eine ansprechende Leistung und konnte vor allem seine sehr gute Laufform im Jahr 2025 nutzen, um nach 1:42 Stunden auf Platz 35 in der M40-49 einzulaufen.
Am Sonntag hatten alle Sportlerinnen und Sportler, die zum dritten Mal an den Start gingen, sehr viel Respekt vor der kommenden Aufgabe. Nach der Abkühlung im Wasser standen 90 Kilometer auf dem Rad über rund 1000 Höhenmetern und ein vom Gegenwind geprägtes Flachstück am Ufer des Sees sowie abschließend ein Halbmarathon bei einer Lufttemperatur von 30 °C auf dem Programm. Eine echte Härteprüfung. Marco Hunger konnte nur auf den ersten beiden Runden auf dem Fahrradkurs das gewohnte Tempo halten. Auf der letzten Runde ließen die Kräfte nach. Ein Fahrfehler, der abgesehen von einem abgebrochenen Flaschenhalter zum Glück keine weiteren Folgen hatte, kostete Zeit und führte zu noch mehr Respekt vor der Streckenführung auf den letzten kurvigen Kilometern. Beim Laufen versuchte Marco Hunger verlorene Zeit aufzuholen. Nach rund zwei Drittel der Strecke musste er aber erkennen, dass „der Tank leer“ war. Nach 6:04 Stunden beendete Marco Hunger, der normalerweise nie Mühe hat, unter 6 Stunden zu bleiben, den Wettkampf auf Platz 58 in der M40-49. In der Gesamtwertung „Masters“ platzierte er sich auf Rang 15 mit Stolz, seine bislang größte Herausforderung im Triathlon-Sport gemeistert zu haben. Jörg Lindert schaffte es, die Radstrecke mit einem Schnitt von etwas über 32 Kilometern pro Stunde hinter sich zu bringen. Anschließend lag das Lauftempo zwar nicht im gewohnten Bereich aber vom Wechsel in die Laufschuhe bis zur Ziellinie zumindest konstant unter 5 Minuten pro Kilometer. Am Ende fiel der Arbeitstag aufgrund der Hitze und der Vorbelastung auch bei Jörg Lindert länger aus als gewohnt. Nach 5:19 Stunden und damit rund 30 Minuten langsamer als üblich, war eine der kalten Duschen direkt hinter dem Zieleinlauf der erste Anlaufpunkt. In der Tageswertung reichte die Leistung für Rang 15 in der M50-59. In der Gesamtwertung schaffte Jörg Lindert noch den Sprung auf das Podest. Platz 3 im Abschlussranking „Triple, Masters“.