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Triathlon

Die Triathleten des MTV Förste trainieren eigenständig und individuell.

Ansprechpartner für grundsätzliche Fragen: Michael Töllner


Aktuelle Meldungen

Triathlon-Teilnahmen in Göttingen und Hannover

(16.09.2021)

Mit der Teilnahme an den Wettkämpfen in Göttingen und Hannover beendeten die Triathletinnen und Triathleten des MTV Förste die Saison 2021. In diesem Jahr waren pandemiebedingt leider nur wenige Starts möglich. Die Form der Teammitglieder hätte bei weiteren Starts sonst sicher noch mehr Spitzenplätze ermöglicht.
 

Beim Triathlon in Göttingen wurden zwei unterschiedliche Streckenlängen angeboten. Für die Jugend und Einsteiger in die Sportart standen 200 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen auf dem Programm. Im Feld der knapp 20 Sportlerinnen und Sportler setzte sich Ann-Christin Lindert gut in Szene. Als eine der jüngsten Starterinnen nutzte sie ihre gute Form und sicherte sich mit der Zeit etwas weniger als 41 Minuten den 2. Gesamtrang bei den Damen.
 

Der Rest von Familie Lindert ging beim Sprint über 400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen an den Start. Dem Hygienekonzept geschuldet ging nach jeweils 10 Sekunden einen Sportler oder eine Sportlerin ins Wasser. Auch ohne die Positionskämpfe, die ein Massenstart üblicherweise mit sich bringt, entwickelte sich ein spannendes Rennen.
Franziska Lindert schwamm rückblickend ein wenig zu defensiv, um Kräfte zu sparen. Sie machte auf dem Rad Positionen gut und hielt auch beim Laufen gut mit. Der Lohn nach 1:20 Stunden war der Sieg bei der weiblichen Jugend A gleichbedeutend mit Platz 34 unter 90 Damen.

Kathrin Lindert musste nach dem Auftakt im Wasser Rückstand aufholen. Das gelang auf der durch Dauerregen nassen Straße mit engen Kurven und Wendepunkten nur bedingt. Eine gute Laufleistung brachte nach etwas weniger als 1:22 Stunden mit Gesamtrang 43 und Platz 10 in der W45 nicht ganz das gewünschte Ergebnis.

Für Jörg Lindert gab es von Beginn an nur das Motto Vollgas, um in der Spitze des Männerfeldes mithalten zu können. Die Taktik ging auf. Mit der Gesamtzeit von 1:02 Stunden sicherte sich Jörg Lindert unter 192 Herren Platz 14 und landete in der M45 nur knapp geschlagen auf Rang 2.

 

Nur eine Woche später wurden am Maschsee in Hannover ein Sprinttriathlon und die Landesmeisterschaften über die Olympische Distanz durchgeführt. Bei beiden Wettbewerben musste aufgrund der Belastung des Gewässers durch Blaualgen auf das Schwimmen verzichtet werden. Stattdessen wurde vor dem Radfahren eine zusätzliche Laufstrecke ins Programm genommen.

Franziska Lindert startete über die Strecke 1,5 Kilometer Laufen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Als starke Schwimmerin durch die Austragung eines Duathlons klar im Nachteil, hielt sie den Rückstand nach dem ersten Lauf in Grenzen. Beim Radfahren ging Franziska Lindert auf der komplett flachen Strecke, die nirgendwo die Chance zur Erholung bot, in ihrer Altersklasse in Führung. Sie fuhr einen ausreichend großen Vorsprung heraus, um beim abschließenden Lauf die Spitzenposition zu behaupten. Nach etwas mehr als 1:19 Stunden erreichte Franziska Lindert unter 131 Damen Rang 42 und Platz 1 bei der weiblichen Jugend A.

Marco Hunger sowie Kathrin und Jörg Lindert stellten sich der Herausforderung 2,5 Kilometer Laufen, 36 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Da aufgrund der Hygienemaßnahmen nur nach jeweils 3 Sekunden 3 Sportlerinnen oder Sportler parallel auf die Strecke gehen durften, starteten die 3 Aktiven vom MTV Förste zusammen ins Rennen.

Kathrin Lindert und Marco Hunger nutzten von Beginn an die Chance, ohne den üblichen, großen Rückstand nach dem Schwimmen auf das Fahrrad wechseln zu können. Jörg Lindert, bei der Landesmeisterschaft Titelverteidiger in der Altersklasse M45, haderte mit dem fehlenden 1,5 Kilometer langen Auftakt im Wasser. Alle 3 waren aber, trotz unterschiedlicher Voraussetzungen, sofort in ihren Altersklassen vorn dabei.

Kathrin Lindert kam schließlich als 23. von insgesamt 54 Damen ins Ziel. Sie erreichte wie 2019 mit einer Zeit von knapp unter 2:09 Stunden den 3. Platz bei der Landesmeisterschaft in der W45. Marco Hunger absolvierte zum ersten Mal überhaupt einen Duathlon und freute sich nach 1:56 Stunden im Ziel über ein beherztes Rennen. Auf Platz 94 ließ er zwei Drittel der 291 Starter hinter sich und lag mit Rang 5 in der M45 auch im Rahmen der Landesmeisterschaft weit vorn.

Noch besser lief es bei Jörg Lindert. Die Zeit von etwas mehr als 1:47 Stunden reichte im Gesamteinlauf zu Platz 35 und eigentlich zur erfolgreichen Titelverteidigung. Eine Zeitstrafe von 2 Minuten für einen Regelverstoß beim Radfahren, der allerdings während des Rennens von keinem Kampfrichter angezeigt wurde, bedeutete aber mit einem Rückstand von weniger als 1 Minute „nur“ Rang 2. Am Ende überwog die Freude über einen Radschnitt von knapp 40 Kilometern pro Stunde und schnelle Laufzeiten den Ärger über den verpassten Spitzenplatz. (Text und Bilder: Familie Lindert)

Foto zur Meldung: Triathlon-Teilnahmen in Göttingen und Hannover
Foto: Triathlon-Teilnahmen in Göttingen und Hannover

Triathlon: Kaiserwetter im Kaiserwinkl

(05.07.2021)

Nach der Absage 2020 wurde die Austragung der Triathlon-EM über 1,9 Kilometer Schwimmen, 86 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen 2021 erneut an die Veranstalter der Challenge „Kaiserwinkl-Walchsee“ übertragen. Ein strenges Hygienekonzept und die Tatsache, dass die Veranstaltung komplett unter freiem Himmel durchgeführt werden konnte, ermöglichte es den österreichischen Behörden, die Genehmigung zur Durchführung zu erteilen.

Insgesamt durften statt der üblichen 2500 konzeptbedingt nur etwas mehr als 1500 Sportler*innen an den Start gehen. Neben den vielen Teilnehmer*innen in der offenen Wertung knapp 500, die von ihren nationalen Verbänden für die EM nominiert wurden. Durch gute Leistungen im Jahr 2019 zählten Kathrin und Jörg Lindert, Sabine Beckert und Marco Hunger vom MTV Förste zu den etwa 150 Aktiven, die von der Deutschen Triathlon Union ins Rennen geschickt wurden.

Abgesehen von den vielen Profi-Athletinnen, die ebenfalls sichtlich froh waren, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu können, erfolgte für alle anderen der Start ins Rennen ohne das übliche Gedränge. Pandemiebedingt wurde einzeln im Abstand von 3 Sekunden gestartet. Trotzdem war bei den Sportlern*innen aus dem Harz die Anspannung groß. Kathrin Lindert, Sabine Beckert und Marco Hunger waren im September 2019 zuletzt bei einem Triathlon am Start. Jörg Lindert hatte 2020 zwar das Glück, dass mit der Teilnahme an der Hölle von Q in Quedlinburg ein Start möglich war, aber ein Teilnehmerfeld in dieser Größe und mit einer internationalen, qualitativ hochwertigen Besetzung ist immer ein besonderes Erlebnis.

Nach dem Auftakt im kühlen Walchsee, den Jörg Lindert nach 33 Minuten, Marco Hunger nach 47, Kathrin Lindert nach 50 und Sabine Beckert nach 52 Minuten beendeten, mussten 2 Runden auf der sehr anspruchsvollen Radstrecke absolviert werden. Schmale Wirtschaftswege mit vielen Richtungswechseln, Abfahrten mit engen Serpentinen und Hochgeschwindigkeitsstrecken, auf denen mehr als 70 Kilometern pro Stunde erreicht wurden, erforderten höchste Konzentration. Dazu strahlend blauer Himmel und großartige Ausblicke als Belohnung für die 1200 Höhenmeter, die den Teilnehmer*innen von den Streckenplanern in den Weg gestellt wurden. Die Aktiven vom MTV profitierten von ihren zahlreichen Trainingskilometern auf dem Rad. Jörg Lindert konnte durch einen Schnitt von 35 Kilometern pro Stunde nach 2:26 Stunden auf die Laufstrecke gehen. Marco Hunger folgte mit einer Radzeit von 2:48 Stunden. Kathrin Lindert benötigte auf dem Rad 3:11 Stunden und Sabine Beckert wechselte nach 3:22 Stunden zum zweiten al. Abschließend mussten auf einem hügeligen Kurs rund um den Walchsee 4 Laufrunden absolviert werden. Die Strecke bot so gut wie keinen Schatten, so dass die letzte Disziplin bei Temperaturen um die 30 °C zur größten Herausforderung wurde. Jörg Lindert lief nach insgesamt 4:45 Stunden über die Ziellinie. Nur kurz enttäuscht mit Platz 17 in der Altersklasse M45 das Ziel „Beste 15“ bei der Europameisterschaft verpasst zu haben. Marco Hunger verbesserte mit der Zeit von 5:28 Stunden seine persönliche Bestzeit bei einem Mitteldistanz-Triathlon und erreichte Platz 35 in der M45. Für Kathrin Lindert bedeutete die Gesamtzeit 6:15 Stunden Rang 9 in der W45. Sabine Beckert sicherte sich nach 7:11 Stunden Platz 10 in der W55.

Einen Tag vor der EM ging Franziska Lindert an den Start der Junior-Challenge. Leider wird dieser Wettkampf nur als Aquathlon über 400 Meter Schwimmen und 3 Kilometer Laufen ausgetragen. Franziska Lindert hatte deshalb nicht die Möglichkeit, ihre Stärke auf dem Rad auszuspielen und erreichte das Ziel nach 22:54 Minuten auf Rang 6 in der Altersklasse Jugend nicht so weit vorn wie erhofft. Aufgrund der Tatsache, endlich wieder Wettkampfluft geschnuppert zu haben, stellte sich trotzdem Zufriedenheit ein. Ann-Christin Lindert konnte aufgrund einer Verletzung ihren Startplatz leider nicht wahrnehmen.

Foto zur Meldung: Triathlon: Kaiserwetter im Kaiserwinkl
Foto: Jörg Lindert, Kathrin Lindert, Sabine Beckert und Marco Hunger


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