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Triathlon: Kaiserwetter im Kaiserwinkl

05.07.2021

Nach der Absage 2020 wurde die Austragung der Triathlon-EM über 1,9 Kilometer Schwimmen, 86 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen 2021 erneut an die Veranstalter der Challenge „Kaiserwinkl-Walchsee“ übertragen. Ein strenges Hygienekonzept und die Tatsache, dass die Veranstaltung komplett unter freiem Himmel durchgeführt werden konnte, ermöglichte es den österreichischen Behörden, die Genehmigung zur Durchführung zu erteilen.

Insgesamt durften statt der üblichen 2500 konzeptbedingt nur etwas mehr als 1500 Sportler*innen an den Start gehen. Neben den vielen Teilnehmer*innen in der offenen Wertung knapp 500, die von ihren nationalen Verbänden für die EM nominiert wurden. Durch gute Leistungen im Jahr 2019 zählten Kathrin und Jörg Lindert, Sabine Beckert und Marco Hunger vom MTV Förste zu den etwa 150 Aktiven, die von der Deutschen Triathlon Union ins Rennen geschickt wurden.

Abgesehen von den vielen Profi-Athletinnen, die ebenfalls sichtlich froh waren, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu können, erfolgte für alle anderen der Start ins Rennen ohne das übliche Gedränge. Pandemiebedingt wurde einzeln im Abstand von 3 Sekunden gestartet. Trotzdem war bei den Sportlern*innen aus dem Harz die Anspannung groß. Kathrin Lindert, Sabine Beckert und Marco Hunger waren im September 2019 zuletzt bei einem Triathlon am Start. Jörg Lindert hatte 2020 zwar das Glück, dass mit der Teilnahme an der Hölle von Q in Quedlinburg ein Start möglich war, aber ein Teilnehmerfeld in dieser Größe und mit einer internationalen, qualitativ hochwertigen Besetzung ist immer ein besonderes Erlebnis.

Nach dem Auftakt im kühlen Walchsee, den Jörg Lindert nach 33 Minuten, Marco Hunger nach 47, Kathrin Lindert nach 50 und Sabine Beckert nach 52 Minuten beendeten, mussten 2 Runden auf der sehr anspruchsvollen Radstrecke absolviert werden. Schmale Wirtschaftswege mit vielen Richtungswechseln, Abfahrten mit engen Serpentinen und Hochgeschwindigkeitsstrecken, auf denen mehr als 70 Kilometern pro Stunde erreicht wurden, erforderten höchste Konzentration. Dazu strahlend blauer Himmel und großartige Ausblicke als Belohnung für die 1200 Höhenmeter, die den Teilnehmer*innen von den Streckenplanern in den Weg gestellt wurden. Die Aktiven vom MTV profitierten von ihren zahlreichen Trainingskilometern auf dem Rad. Jörg Lindert konnte durch einen Schnitt von 35 Kilometern pro Stunde nach 2:26 Stunden auf die Laufstrecke gehen. Marco Hunger folgte mit einer Radzeit von 2:48 Stunden. Kathrin Lindert benötigte auf dem Rad 3:11 Stunden und Sabine Beckert wechselte nach 3:22 Stunden zum zweiten al. Abschließend mussten auf einem hügeligen Kurs rund um den Walchsee 4 Laufrunden absolviert werden. Die Strecke bot so gut wie keinen Schatten, so dass die letzte Disziplin bei Temperaturen um die 30 °C zur größten Herausforderung wurde. Jörg Lindert lief nach insgesamt 4:45 Stunden über die Ziellinie. Nur kurz enttäuscht mit Platz 17 in der Altersklasse M45 das Ziel „Beste 15“ bei der Europameisterschaft verpasst zu haben. Marco Hunger verbesserte mit der Zeit von 5:28 Stunden seine persönliche Bestzeit bei einem Mitteldistanz-Triathlon und erreichte Platz 35 in der M45. Für Kathrin Lindert bedeutete die Gesamtzeit 6:15 Stunden Rang 9 in der W45. Sabine Beckert sicherte sich nach 7:11 Stunden Platz 10 in der W55.

Einen Tag vor der EM ging Franziska Lindert an den Start der Junior-Challenge. Leider wird dieser Wettkampf nur als Aquathlon über 400 Meter Schwimmen und 3 Kilometer Laufen ausgetragen. Franziska Lindert hatte deshalb nicht die Möglichkeit, ihre Stärke auf dem Rad auszuspielen und erreichte das Ziel nach 22:54 Minuten auf Rang 6 in der Altersklasse Jugend nicht so weit vorn wie erhofft. Aufgrund der Tatsache, endlich wieder Wettkampfluft geschnuppert zu haben, stellte sich trotzdem Zufriedenheit ein. Ann-Christin Lindert konnte aufgrund einer Verletzung ihren Startplatz leider nicht wahrnehmen.

 

Bild zur Meldung: Jörg Lindert, Kathrin Lindert, Sabine Beckert und Marco Hunger

Fotoserien


2021-Triathlon-EWM (27.06.2021)

Fotos: Familie Lindert